35-Millionen-Projekt nimmt Fahrt auf

HOCKENHEIMRING GRUNDSTEINLEGUNG FÜR PORSCHE EXPERIENCE CENTER STEHT BEVOR / BAUHERR IST EMODROM BAU & GRUND GMBH / WICHTIGER SCHRITT FÜR NEUAUSRICHTUNG

HOCKENHEIMRING GRUNDSTEINLEGUNG FÜR PORSCHE EXPERIENCE CENTER STEHT BEVOR / BAUHERR IST EMODROM HAUS & GRUND GMBH / WICHTIGER SCHRITT FÜR NEUAUSRICHTUNG

Blick von der Südtribüne auf die Baustelle des Porsche Experience Centers. Links ist die verkleinerte Innentribüne zu sehen, zwischen den beiden Kränen ist die Baugrube. Dahinter liegt das bisherige ADAC-Fahr- sicherheitszentrum, dessen Areal ebenfalls für das Erlebnis-Zentrum genutzt wird.

Etwa ein Drittel der Innentribüne ist abgerissen, die Baugrube ist ausgehoben, zwei Kräne sind auf dem 8000 Quadratmeter großen Baufeld in Stellung gebracht: Die Baumaßnahme Porsche Experience Center (PEC) auf dem Hockenheimring ist angelaufen und voll im Plan, freut sich Thomas Reister. Er ist zusammen mit Tim Brauer Geschäftsführer der Emodrom Bau und Grund GmbH, die das PEC baut und dann langfristig an Porsche vermietet. Unmittelbar nach dem Formel-1-Rennen rollten die Bagger an, um einen Teil der Südtribüne abzutragen. Gut drei Monate später, am kommenden Montag, findet die offizielle Grundsteinlegung für das Porsche Experience Center (Erlebnis-Zentrum) für geladene Gäste statt. Im Oktober nächsten Jahres soll das weltweit siebte PEC eröffnet werden. Dessen Ziel ist es insbesondere, E-Mobiliät wesentlich näher an den Kunden zu bringen. Das gleiche Vorhaben verfolgt das E-4-Testival, Europas erste fahraktive Messe für Elektromobilität, am 27. und 28. Oktober auf dem Hockenheimring.

Das 35-Millionen-Projekt PEC wird von privater Seite (Emodrom Bau & Grund GmbH) finanziert. Es werden also keine kommunalen Mittel benötigt. Die Kommune verkaufte keine Grundstücke und übernahm keine Bürgschaften. Die Hockenheim-Ring GmbH sowie die Stadt partizipieren allerdings durch langfristige Pacht- und Marketingverträge. Der Gemeinderat gab am 25. April grünes Licht für das Großprojekt (wir berichteten). Dieses ist ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung des Hockenheimringes.

Neue Potenziale

Porsche wird also am Hockenheimring also ein Experience Center eröffnen und das Areal des bisherigen ADAC-Fahrsicherheitszentrum mit einbinden. Nach Angaben des Automobilherstellers können dessen Kunden und Fans die Performance der Fahrzeuge sowie die Faszination der Marke hautnah erleben. Das neue Gebäude/Zentrum dient folgenden Zwecken: Vorstellung, Demonstration und genaue Erläuterung von Fahrzeugen, Erlebniswelt für Industrie und Handel sowie Endkunden, Event/Konferenzen inklusive Catering für Handel, Kunden, potenzielle Kunden (Kaufinteressenten), Presse und Mitarbeiter, fahraktive Veranstaltungen und Trainings für Kunden, Kaufinteressenten, Mitarbeiter und professionelle Fahrer, Auslieferung und/oder Ausstellung von Fahrzeugen, Test- und Erprobungsfahrten von Versuchsträgern, Serien- und Motorsportfahrzeugen, die mit den vorgenannten Tätigkeiten einhergehenden Verwaltungs- und Bürotätigkeiten sowie Bildungsaktivitäten.

Ring-Geschäftsführer Georg Seiler sieht das PEC als weiteren wegweisenden Schritt für eine sichere wirtschaftliche Zukunft des Hockenheimringes. Es eröffne für den Ring neue Potenziale. Seiler hofft, dass das PEC beziehungsweise Porsche als „Ankermieter“ weitere Wirtschaftsunternehmen, aber auch Hochschulen und Verbände auf den Hockenheimring lockt.

Für Emodrom-Geschäftsführer Thomas Reister ist Porsche schlichtweg sein Wunschkandidat als langfristiger Mieter für die Neuausrichtung des Rings. „Die Entscheidung des Herstellers, das deutsche Porsche Experience Center hier mit uns in unmittelbarer Nähe zur Konzernzentrale zu errichten, zeigt das hohe Potenzial unseres Konzepts und ist ein starkes Signal für weitere Unternehmen und Hochschulen, sich am fahraktiven Mobilitätsschaufenster zu engagieren.“

 

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 19.10.2018

 

Veröffentlicht am: Freitag, 19.10.2018.