Rösch: Hockenheimring muss sich weiterentwickeln

CDU Ü60-GRUPPE DISKUTIERT BEIM POLITCAFÉ DIE ZUKUNFT DER STADT / PORSCHE-EXPERIENCE-CENTER ALS ERSTER SCHRITT IN RICHTIGE RICHTUNG / WÜNSCHE AN OB-KANDIDATEN FORMULIERT

Hockenheim. Die Zukunft des Hockenheimrings sowie die Erwartungen an einen neuen Oberbürgermeister standen im Mittelpunkt des CDU-Ü60-Politcafés, zu dem sich knapp 40 Personen im Nebenzimmer des Stadthallenrestaurants „Rondeau“ eingefunden hatten. Dazu konnte CDU-Ü60-Sprecherin Hildegard Linke mehrere Altstadträte rund um den ehemaligen Fraktionssprecher Siegfried Renz begrüßen.

Als erstes nahm CDU-Stadtrat und OB-Stellvertreter Fritz Rösch Stellung zum Hockenheimring. „Mit dem Porsche Experience Center haben wir nun den ersten namhaften Ankermieter gefunden“, sagte er. Wenig Zweifel habe er, dass damit der Anfang zur Erschließung eines weiteren Geschäftsfelds am Hockenheimring gemacht wurde. „Wer einen Porsche kauft und diesen in Hockenheim übernimmt, der möchte natürlich hier ein passendes Programm geboten bekommen. Ich bin mir sicher, dass wir in Kürze weitere Vereinbarungen sehen werden“, so Rösch. Die Erschließung eines weiteren Geschäftsfelds sei auch keine Option, sondern dringende Notwendigkeit. Denn trotz jahrelanger Unterstützungszahlungen sei der Hockenheimring nicht in der Lage, dringend notwendige Investitionen selbst durchzuführen. Und angesichts der Verpflichtungen für Kindertagesstätten und Schulen könne diese Unterstützung nicht mehr von der Stadt erfolgen: „Wir brauchen jeden Cent selbst.“

Im Juli werden in Hockenheim Oberbürgermeisterwahlen stattfinden und somit ergibt sich die Chance zu einem politischen Neuanfang. „Welche Erwartungen haben Sie an eine neue Oberbürgermeisterin oder einen neuen Oberbürgermeister?“, wollte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Bärbel Hesping wissen. Eine bewusst offene Frage, und entsprechend unterschiedlich fielen auch die Antworten aus.

Transparente Informationspolitik

Die größte Schnittstelle ergab sich beim Thema Öffentlichkeitsarbeit: eine transparente Informationspolitik, Bürgerversammlungen, regelmäßige OB-Sprechstunden und vor allem Diskussionen in der Öffentlichkeit und nicht hinter verschlossenen Türen.

Wichtig war vielen auch eine überzeugende Verbundenheit mit Hockenheim, und dass der Lebensmittelpunkt in Hockenheim liege. Und egal, wer OB werden wolle: Auf eine Fünf-Tage-Woche solle sie oder er sich besser nicht verlassen. Ebenso wurde auch der Wunsch nach einer ganzheitlichen innerstädtischen Entwicklung thematisiert sowie ein Verständnis für die Herausforderungen der Zukunft, etwa durch die Digitalisierung.

„Viele dieser Punkte entsprechen auch dem Anforderungsprofil, das wir für uns bereits definiert haben und in Gesprächen verwenden“, so Bärbel Hesping. Insgesamt gehe sie davon aus, dass der OB-Wahlkampf ab April, und somit gute drei Monate vor der Wahl, an Fahrt aufnehmen werde.

Es schlossen sich weitere Themen aus der Kommunalpolitik an und hier auch die schon obligatorische Frage nach dem Reiterplatz. Nach einer intensiven Bürgerbeteiligung als neues Baugebiet beschlossen, tue sich seit einem Jahr nichts. Ein Zustand, der nicht nur von Anwesenden als unhaltbar eingestuft, und von der CDU-Fraktion bereits mehrmals angemahnt wurde. Entsprechend wartet man nun auf eine baldige und klare Stellungnahme vonseiten des Oberbürgermeisters.

Nach weit über zwei Stunden konnte Bärbel Hesping die äußerst muntere Diskussionsrunde beenden, nicht ohne zum CDU-Adventsfeuer beim Adventsmarkt einzuladen, bei der die CDU für eine soziale Einrichtung sammeln wird. ska

Quelle: Hockenheimer Tageszeitung, Montag, 26.11.2018

Veröffentlicht am: Dienstag, 04.12.2018.