Umweltbewusster Fahrspaß ohne Abgase

emodrom nimmt mit e-Kart-Anlage erstes größeres Projekt in Angriff / Bei 700000-Euro-Maßnahme Tochterfirma der Stadtwerke Worms mit im Boot

Dieser Artikel erschien am 13.05.2016 im Mannheimer Morgen.

Dreieinhalb Jahre nach ihrer Gründung wird die emodrom GmbH am Hockenheimring „sichtbar“. Nach dem Aufbau von Strukturen, Genehmigungen, dem Auf- und Ausbau von Netzwerken sowie unzähligen Besprechungen nimmt die Gesellschaft ihr erstes größeres Projekt in Angriff: eine E-Kart-Anlage am Conti- Kreisel. Der Boden (Baufeld) für die Einrichtung ist bereitet, ein Investor an Bord – es kann los gehen. Mit der Einweihung rechnet emodrom-Geschäftsführer Thomas Reister – falls es zu keinen Bauverzögerungen kommt – Mitte Juli und damit rechtzeitig vor dem Formel-1- Rennen.

Die Investitionen beziffert Reister im Gespräch mit unserer Zeitung auf rund 700 000 Euro – ohne Technikund Eventgebäude. Dieses werde weitere etwa 250000 Euro in Anspruch nehmen. Auf der Kartbahn mit einer Fläche von zirka 500 Quadratmetern sind verschiedene Streckenführungen möglich. Die Baumaßnahme sieht auch Fundamente für eine mögliche spätere Überdachung der Anlage vor.

Auch mobile Einheit geplant

Neben den Karts und der Technik vor Ort wird auch eine mobile Einheit vorhanden sein. Damit können die E-Flitzer auch außerhalb der Bahn am Conti-Kreisel angeboten werden. So können sich Firmen beispielsweise zu Jubiläen oder anderen besonderen Anlässen die mobile Einheit mieten. Diese kommt mit acht Karts, Streckenbegrenzung, Zeitnahme, Overalls und Helmen zu den Kunden. Nutzer müssen sich nur noch in die Karts setzen und losfahren. Die mobile Einheit kann aber auch für Firmenevents direkt am Ring, im Fahrerlager oder auf dem Boxendach, gebucht werden.

Am Conti-Kreisel soll die E-Kart-Bahn (rechts unten) auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern entstehen. Das Layout ist dem Hockenheimring nachempfunden, kann aber nach Wunsch geändert werden. Auf der Planskizze sind oben rechts über der Kartbahn die Eventfläche und und links die Südtribüne zu sehen.

Am Conti-Kreisel soll die E-Kart-Bahn (rechts unten) auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern entstehen. Das Layout ist dem Hockenheimring nachempfunden, kann aber nach Wunsch geändert werden. Auf der Planskizze sind oben rechts über der Kartbahn die Eventfläche und und links die Südtribüne zu sehen. Grafik: emodrom

Für die neue Anlage wurde eine eigene Firma gegründet, die emodrom e-kart GmbH. Thomas Reister führt dies auf die hohen Investitionen zurück und die dadurch erlangte Rechtssicherheit. Mit im Boot ist laut Reister das Unternehmen Clewrmobility, eine Tochter der EWR (Stadtwerke Worms). Diese Firma beschäftigt sich mit E-Mobilität für die öffentliche Hand (Kommunen) und will in Hockenheim ihren Geschäftsbereich präsentieren. Dazu soll im Laufe des Jahres ein kleiner Glaspavillon entstehen, in dem kleine E-Fahrzeuge wie Quads oder Pedelecs gezeigt werden. In diesem Zusammenhang ist die emodrom GmbH auch im Dialog mit dem Forst. Sie kann sich vorstellen, dass auf einem Rundkurs in der Schwetzinger Hardt geführte Touren mit E-Gefährten stattfinden.

„Die Kartanlage stellt dar, was wir mit der emodrom GmbH bezwecken: Neue Geschäftsfelder an den Ring zu bringen, neue Marketingmöglichkeiten zu eröffnen und Themen wie E-Mobilität und Umwelt widerzuspiegeln“, betont Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH und bei emodrom.

Außerdem soll die Anlage der Bevölkerung eine weitere attraktive Freizeitmöglichkeit bieten und deren Identifikation mit dem Hockenheimring stärken. Die emodrom-Vorhaben generell würden durch Betreiber- und Sponsoringkonzepte finanziell abgesichert. Sie belasteten weder Hockenheim-Ring GmbH noch die Stadt als Mehrheitsgesellschafter des Hockenheimrings (94 Prozent).

Unternehmen Hauptzielgruppe

Hauptzielgruppe der emodrom GmbH seien Unternehmen. Und von diesen würden laut Thomas Reister Anfragen aus ganz Deutschland vorliegen: „Unsere Projekte stoßen auf Interesse. Es gibt namhafte Investoren und Firmen, die diese interessant finden und nachfragen, wie sie sich einbringen können. Für Reister eine logische Entwicklung: „Wir haben einen geografisch hervorragenden Standort im Autoland Baden-Württemberg mit Top- Adressen vor der Tür und bieten attraktive Möglichkeiten sowohl für neue Branchen in der E-Mobilität als auch für bestehende Firmen, die ihr Zukunftsgeschäft auch in der E-Mobilität sehen wie etwa die SAP.“

Reister und Seiler sind zuversichtlich, dass sich neben der e-Kartbahn auch in anderen Geschäftsfeldern in diesem Jahr baulich noch einiges tut. Reister: Nach gut vier Jahren Kärrnerarbeit schalten wir in den operativen und Marketingmodus um.“

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Autor: Hans Schuppel / Mannheimer Morgen

Veröffentlicht am: Freitag, 13.04.2018.